Ein wichtiger Schritt für mehr Nachtruhe in Stelle: 
Auf der Harburger Straße (K86) gilt künftig zwischen der Straße Rosenhag / Ahornallee und dem Kreisverkehrsplatz (K86 / K22) nachts eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für Lastkraftwagen. Wie der Kreistagsabgeordnete Heinz-Dieter Adamczak aus der Kreisverwaltung erfuhr, ist die verkehrsrechtliche Anordnung bereits ergangen. Die Schilder für den Zeitraum von 22 bis 6 Uhr sind bestellt und werden in Kürze aufgestellt.

Der Entscheidung ging eine mehrjährige politische Arbeit voraus, die bereits 2021 mit einem Antrag der SPD Stelle begann. Dass das Thema über einen so langen Zeitraum im Gespräch blieb, war notwendig: Da sich rechtliche Rahmenbedingungen und Gesetzeslagen im Laufe der Zeit änderten, eröffneten sich immer wieder neue Ansatzpunkte und Spielräume für Geschwindigkeitsreduzierungen. Kreistagsabgeordneter Heinz-Dieter Adamczak hielt den Austausch mit der Kreis- und Gemeindeverwaltung fortlaufend aufrecht, um veränderten Voraussetzungen sofort nachzugehen und neue Handlungsmöglichkeiten für die K86 direkt aufzugreifen. 

„Wir werden sehen, ob die Temporeduzierung zu einer tatsächlichen Reduzierung des Verkehrslärms auf der K86 führen wird. Natürlich hätten wir uns noch mehr gewünscht. Es ist auf jeden Fall besser als nichts“, erklärt Adamczak. Er betont, dass die Kreisverwaltung im Rahmen des Lärmaktionsplans und der Straßenverkehrsordnung an die rechtlich möglichen Grenzen gegangen sei. Die SPD werde die Entwicklung vor Ort weiter beobachten. 

Sicherheit auf dem Schulweg: Kreuzung Bardenweg / Unter den Linden im Blick

Parallel richtet die SPD Stelle den Fokus auf eine weitere zentrale Gefahrenstelle im Ort: die Kreuzung Bardenweg / Unter den Linden (K22). Auf dieser Kreisstraße verleitet das leichte Gefälle viele Autofahrer dazu, mit zu hoher Geschwindigkeit in diesen Bereich einzufahren. Die SPD Stelle setzt sich hier seit Langem intensiv für Tempolimits oder andere schulwegsichernde Maßnahmen ein, um den Weg zur Grund- und Oberschule sicherer zu machen. 

Zwar sichern engagierte Elternlotsen diesen Bereich bereits seit Jahren ab, doch wird es zunehmend schwerer, ausreichend Freiwillige für diese Aufgabe zu finden. Für die SPD ist klar: Dieses private Engagement entbindet die Behörden nicht von ihrer Pflicht, den Schulweg verkehrstechnisch dauerhaft sicher zu gestalten.

Obwohl entsprechende Vorstöße, die die SPD Stelle angeregt hat, in der Vergangenheit immer wieder abgelehnt wurden, bleibt die Partei am Ball. Neue Hoffnung schöpft sie aus der überarbeiteten Straßenverkehrsordnung, die nun die rechtliche Kategorie des „hochfrequentierten Schulweges“ enthält. Auf dieser Grundlage berät die Kreisverwaltung derzeit erneut über Tempo 30. Heinz-Dieter Adamczak zeigt sich zuversichtlich: „Wir nehmen in den aktuellen Gesprächen mittlerweile eine große Bereitschaft wahr, diese Gefahrenstelle endlich zu entschärfen, und hoffen auf ein positives Ergebnis für die Familien in Stelle.“