AUS DER NACHBARSCHAFT FÜR DEN GEMEINDERAT UND DEN KREISTAG - unsere Steckbriefe

Gute Kommunalpolitik fängt bei den Menschen vor Ort an. Hier stellen wir unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und Kreistag vor – ganz persönlich mit ihren Geschichten, ihren Zielen und dem, was sie antreibt.

Moin. Ich bin Claus Petersen, aus Fliegenberg.

Mein Weg war nicht geradlinig. Mit dem Hauptschulabschluss angefangen, Mechaniker gelernt, die Abschlüsse abends nachgeholt, später studiert – heute Diakon und stellvertretender Bürgermeister. Das hat mich eines gelehrt: Es geht. Aber nur, wenn man dranbleibt.

In die Politik bin ich gekommen, als über die Schließung der Grundschule Fliegenberg geredet wurde. Da habe ich mich eingemischt. Und das mache ich seither – für meinen Ortsteil und für die ganze Gemeinde.

Jetzt habe ich was vor: Stelle bekommt eine Mitte. Einen Bürgercampus mit neuem Rathaus, Dorfplatz, einem JuZ und einer Kita, die nicht mehr schließen muss, wenn eine Erzieherin krank wird. Das ist machbar. Wir fangen an.

Ich bin Demokrat, ich bin Christ – flexibel, aber nicht stur. Am 13. September trete ich als euer Bürgermeister an – und stehe auf Platz 1 der SPD-Liste.

Aus Stelle. Für Stelle.
Als Kind bin ich mit meinem Vater oft nach Ashausen gefahren, seinen Freund besuchen. Wegen der vielen Pferde wollte ich schon damals hierher. Heute wohne ich hier. Angekommen.

Über drei Jahrzehnte war ich Vorschulleiterin in Hamburg-Süderelbe. Kinder so anzunehmen, wie sie sind, und mit den Eltern gut zusammenzuarbeiten – das war meine Aufgabe, und ich habe sie geliebt. Seit 2011 bringe ich diese Erfahrung in den Gemeinderat ein, vor allem in den Schul- und Kita-Ausschuss.

Wofür ich kämpfe: genug Kita-Plätze, auf die Verlass ist. Ein guter Ganztag. Eine ärztliche Versorgung, die bleibt. Damit unsere Gemeinde ein Ort ist, an dem sich Menschen wirklich zu Hause fühlen.

Ach, und: ein guter Morgen ist, wenn der Kaffee schon fertig ist. 😉
Nach 31 Jahren in Hamburg bin ich 2020 mit meiner Familie nach Ashausen gezogen. Die Menschen hier haben es mir unglaublich leicht gemacht, mich schnell zu Hause zu fühlen.

Mein erster direkter Berührungspunkt mit der Kommunalpolitik kam schneller, als ich erwartet hatte: Für unseren Sohn fehlte ein Kitaplatz. Um zu verstehen, wie die Gemeinde mit dieser Situation umgeht, bin ich in die entsprechenden Ausschüsse gegangen. 

Dabei wurde mir schnell klar: Nur zuzuschauen reicht mir nicht. Ich möchte mitgestalten. Also bin ich in die SPD eingetreten.

Doch wer verstehen will, was der Gemeinderat beschlossen hat, muss sich oft durch 80-seitige Drucksachen quälen - und versteht am Ende doch nicht alles. Ich möchte, dass jeder die Chance hat, Kommunalpolitik mitzugestalten. Und das beginnt damit, die Zusammenhänge und Hintergründe zu verstehen. 

Als Prokurist in einer Hamburger Spedition gehört es zu meinem Alltag, komplexe Abläufe zu überblicken und Informationen so zu ordnen, dass gute Entscheidungen möglich werden.

Auch die 25 Jahre beim THW haben mich geprägt. Dort habe ich gelernt, ruhig zu bleiben, wenn es ernst wird, Verantwortung zu übernehmen und anzupacken, wenn es darauf ankommt.

Genau diese Mischung möchte ich in den Gemeinderat einbringen: Politik verständlich machen, Entscheidungen verantwortungsvoll vorbereiten und dort mitgestalten, wo sich für Stelle etwas verbessern lässt.
Seit 2008 zu Hause in Ashausen - genauer: im Wald, in Büllhorn. Für mich keine bloße Adresse, sondern eine Lebenseinstellung.

Ich bin Diplom-Biologin. Ich weiß, wie komplexe Ökosysteme funktionieren. Und als Kommunalpolitikerin sorge ich dafür, dass auch unser größtes Biotop im Gleichgewicht bleibt: die Dorfgemeinschaft. Ich will, dass wir in einer Gemeinde wohnen, wo man sich wohlfühlt, aufeinander achtet und sich gegenseitig unterstützt.

Warum ich? Weil ich ehrlich sage, was ich denke. Weil ich pragmatisch Lösungen finde, statt nur reine Willensbekundungen abzugeben. Als es 2025 um den Erweiterungsbau der Grundschule Ashausen ging und andere lieber abwarten wollten, habe ich mit meinem klaren Abstimmungsverhalten Verantwortung übernommen und so den sofortigen Baustart ermöglicht. Für mich zählt hier das Wohl der Kinder - auch wenn man dafür mal eine unpopuläre Entscheidung treffen muss. 

Ich rede nicht nur. Ich handle.

Für mich gilt: Hinhören, was euch bewegt. Und im Gemeinderat genau für die Entscheidungen stimmen, die für uns vor Ort wichtig sind.

Privat: Oldtimer und Mittelalterrock. Mein Sohn sagt, kein Wunder – ich sei selbst alt und hätte Macken. Damit könnte er Recht haben. 😁
In Niedersachsen geboren, in Hamburg verliebt – und gemeinsam zurück nach Niedersachsen, nach Stelle. Hier haben wir eine Heimat gefunden.

Ich bin Wirtschaftsprüfer. (K)ein reiner Zahlenmensch, der die Freiheit und den Fußball liebt. Letztes Jahr bin ich in die SPD eingetreten, weil ich in Stelle an einer gemeinsamen Zukunft bauen will.

Wofür ich brenne: Orte der Begegnung. Im Verein, im Ort oder einfach beim gemeinsamen Espresso. Meine Berufserfahrung will ich nicht nur privatwirtschaftlich einbringen, sondern auch hier – damit wir den finanziellen Spielraum behalten, um unsere Vereine, unsere Bibliothek und unser Freibad zu erhalten.

Sonst noch: Freizeitfußballer, Reisender (am liebsten Italien), Star-Wars-Fan mit Hang zur Geschichte. Und Präsident der Seeveblick Allstars.
Vor 60 Jahren bin ich aus der Not heraus hier hängengeblieben – und habe es nie bereut.

Angefangen habe ich als „kleine Tippse" in der Verwaltung, hochgearbeitet zur Frau für alles. Heute bin ich im Ruhestand und genau da aktiv, wo ich gebraucht werde: beim SoVD, im Arbeitskreis für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, im Präventionsrat, im Reparaturcafé, beim Bilderbuchkino in der Bücherei.

Mir geht es um die, die sonst übersehen werden. Bezahlbare Pflege. Ärztliche Versorgung am Wohnort. Ein empathischer Umgang mit älteren Patienten. Und ich will niemanden mit der Digitalisierung allein lassen – ich will die Menschen mitnehmen, raus aus der Einsamkeit.

Ich bin ehrlich, spontan, manchmal rebellisch, immer mit Humor. Meine Probleme singe ich mir weg – in gleich zwei Chören.
Echter Hamburger – und 1990 nach Stelle geschafft. Sogar nach Ashausen. Anfangs blieb es ruhig; Ashäuser sind hanseatisch zurückhaltend. Mancher hat mich erst gegrüßt, als ich 2006 in den Gemeinderat gewählt wurde.

81.945. Diese Zahl ist mir wichtig. Seit über 35 Jahren arbeite ich bei der Förderbank in Hamburg – 81.945 ist die Zahl der Wohnungen der sozialen Vermieter, für die ich Ansprechpartner bin. Anders gesagt: Ich sorge beruflich für günstiges Wohnen.

Mit 16 bin ich in die SPD eingetreten, das war 1983. Seit 2006 sitze ich im Gemeinderat, über zehn Jahre davon als Vorsitzender des Ortsentwicklungsausschusses. So konnte ich die Entwicklung von Stelle aktiv mitgestalten. Das will ich fortsetzen.

Privat? Fußball aus Leidenschaft – allerdings vor dem Fernseher.
Ich bin eine plattdütsche Deern und seit vier Jahren Fliegenbergerin. Auch wenn mir alle sagen, mein nordfriesisches Platt sei nicht das „richtige" – hier bin ich zu Hause angekommen und will nicht mehr weg.

Beruflich arbeite ich für faire Kaffeelieferketten: damit wir guten Kaffee trinken können und die Menschen, die ihn anbauen, auch morgen noch davon leben. Ich bin viel in der Welt unterwegs – aber was hier zu Hause passiert, ist mir genauso wichtig.

Wofür ich mich einsetze: dass es auch morgen noch eine funktionierende Turnhalle gibt, eine befahrbare Brücke, eine offene Schule. Ich halte das längst nicht mehr für selbstverständlich. Gerade wenn die Kassen knapp sind, darf bei unseren Kindern nicht gespart werden.

Privat wird bei mir leidenschaftlich gekocht – aktuell viel selbstgemachte Pizza und Pasta. Meine Töchter hätten allerdings lieber „Nudeln, kalt, mit ohne Alles".
Ashausen. Zwischen Kindergarten, Schulhof und dem Haus meiner Großeltern liegt für mich mehr als Erinnerung – da liegt Zuhause. Heute bauen meine Frau und ich uns genau hier etwas auf.

Bei der Polizei habe ich gelernt, ruhig zu bleiben, wenn es unübersichtlich wird – früher bei der Schutzpolizei, heute bei der Wasserschutzpolizei. Zuhören, abwägen, entscheiden. Und Verantwortung nicht nur dann übernehmen, wenn es einfach ist.

Warum ich antrete? Weil Zukunft vor Ort nicht nur verwaltet werden darf. Ich bin jung, hier verwurzelt – und will mitgestalten, nicht irgendwann, sondern jetzt. Mir geht es um echtes Miteinander: über Generationen, Vereine und Nachbarschaften hinweg. Gerade jetzt, wo extreme Stimmen lauter werden, braucht es Menschen, die unsere Gemeinde offen, fair und menschlich halten.

Ohne Politik bin ich Draußenmensch – Wald, Rad, Joggen. Den letzten Motivationsschub gibt mir meist meine Frau. Und meistens hatte sie recht.
Stelle ist seit 1975 mein Zuhause. Ich hatte das Glück, mit ganz vielen Stellern in einer Realschulklasse zu sitzen.

Ich bin Finanzbeamtin in Hamburg. Ich arbeite noch gern – aber ich sehe täglich, wie wenig Rente manch einer hat. Seit 1989 bin ich in der SPD, in den 90ern im Ortsverein aktiv geworden.

Was mir Sorgen macht: die Klimaveränderung. Und dass anscheinend kaum noch jemand darüber reden will. Genau darüber müssen wir reden. Denn am Ende geht es um etwas, das nicht verhandelbar ist: Demokratie ist wichtig – und sie muss verteidigt werden.

Seit Jahren bin ich im DRK Stelle aktiv und helfe, die Blutspende im Ort zu organisieren. Und privat? Ein Bücherwurm – mein Bücherclub ist mir heilig. Das Unkraut in meinem Garten muss aufpassen.
„Willy wählen" – damit fing es 1972 an. Seit 1975 bin ich im Ortsverein Stelle aktiv, erst als Kassierer, seit 2011 im Gemeinderat, bis 2024 als Fraktionsvorsitzender. Das erste Mal nach Stelle gezogen sind wir 1975, mein Vater war Lokomotivführer in Maschen.

Beruflich war ich Banker – Firmenkunden, Kontakte herstellen, Risiken abwägen. Das hilft, wenn man für eine Gemeinde Verantwortung trägt.

Wofür ich stehe: bezahlbarer Wohnraum, sichere Straßen, Tempo 30 auf der Harburger Straße – und keine ausufernde Bebauung. Und was wir geliefert haben, steht in den Akten: das Anrufsammeltaxi durchgesetzt und ausgeweitet. Den Edeka nach Ashausen geholt. Und dafür gesorgt, dass der Aldi-Verkehr nicht durch Stelle rollt.

Mir geht es um soziale Gerechtigkeit. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen von ihrem normalen Einkommen leben, wohnen und am Leben teilhaben können.

Privat: Leseratte (Papier, nicht digital) und seit „Abbey Road" Beatles-Fan – das nervt meine Gäste manchmal.
Ein Stück Ruhrgebiet ist immer noch in mir. Vor über 40 Jahren bin ich mit meiner Frau aus Dortmund in den Norden gezogen – fünf Jahre wollte ich bleiben, dachte ich. Heute ist Stelle meine Heimat. (Beim Fußball schlägt mein Herz allerdings nach wie vor schwarz-gelb.)

Ich bin Betriebswirt, war Prokurist mit Verantwortung für rund 400 Menschen, heute Rentner. Bilanzen lesen – das kann ich. Im Kreistag hilft mir das seit sieben Jahren als Finanz-Sprecher der SPD: das Zahlenwerk öffentlicher Haushalte zu durchdringen. Was drinsteht – und was nicht.

Vor etwa zehn Jahren habe ich einem jungen Geflüchteten aus Afrika geholfen, hier Fuß zu fassen. Mittellos, kein Deutsch, zu dritt in einem Zimmer. Heute spricht er Deutsch, hat seine Ausbildung als Maler und Lackierer abgeschlossen, verdient sein eigenes Geld, zahlt Steuern, ist verheiratet – und Vater. Kurz nach der Geburt hat mir die Mutter ihre Tochter in den Arm gelegt und gesagt: „Das ist Opa." Diesen Moment kann ich bis heute nicht in Worte fassen.

Genau dafür mache ich Politik. Ich hatte nie Angst vor großen Namen, und ich habe gelernt: Man kann immer etwas erreichen. Mit Freundlichkeit, mit Beharrlichkeit – und mit dem festen Willen, nie aufzugeben.
Hamburger Jung – und 1981 von einem Arbeitskollegen nach Stelle gelockt. Damals war es hier noch schön ländlich, und der Werksbus brachte mich direkt zu Blohm & Voss.

Gelernt habe ich Elektromaschinenbauer, dann übers Abendstudium zum technischen Lehrer für Kfz-Elektronik – bis zur Rente 2010. In die Gewerkschaft bin ich 1969 eingetreten, der Betriebsrat hat mir klar gesagt: Wer in der IG Metall ist, gehört auch in die SPD.

Wofür ich mich einsetze: eine bessere Anbindung mit Bus und Bahn – in alle Richtungen. Und Chancengleichheit. Ich bin in einfachen Verhältnissen groß geworden. Jedes Kind soll dieselben Chancen bekommen – in Kita, Schule und Verein, egal woher es kommt.

Privat bin ich ein bekennender, wenn auch spät berufener Fitnessfan. Und, ganz ehrlich: ein liebenswerter Chaot.

Mir geht es am Ende um eines: Zusammenhalt in der Gemeinde.