SPD in Stelle zur Schließung der SB-Terminals der Volksbank in Ashausen
Die SPD in Stelle bedauert zutiefst die Entscheidung der Volksbank, ihre SB-Terminals in Ashausen zum Ende des Jahres zu schließen. Ähnlich wie in Vahrendorf ist auch in Stelle der Ärger groß, wie die Volksbank mit ihren Kunden umgeht.
Die Volksbank begründet die Schließung von SB-Terminals vor allem mit veränderten Kundenbedürfnissen, Digitalisierung, wirtschaftlichen Aspekten und der Bündelung von Beratungskompetenz. Die Kunden werden auf alternative Angebote und andere Filialen verwiesen.
Diese Begründungen stoßen bei der SPD sehr wohl auf Verständnis. Auch die Volksbank ist gezwungen, sich auf geänderte Rahmenbedingungen einzustellen. Jedoch sollte eine genossenschaftliche Bank nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte im Auge behalten, sondern auch das soziale Umfeld und die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden betrachten. SPD-Ortsvereinschef Bernd Henke und Kreistagsabgeordneter Heinz-Dieter Adamczak betonen, dass die Volksbank in ihrer Werbung Umweltbewusstsein und Kundennähe hervorhebt. Die Realität hält den Werbeaussagen nicht stand. Für Bargeldabhebungen müssen Kundinnen und Kunden nach Stelle oder Winsen mit dem Auto fahren. Das ist nicht umweltfreundlich. Zwar besteht auch die Möglichkeit an der Kasse von Supermärkten Bargeld zu bekommen, aber das ist oft mit einem Mindestumsatz im Supermarkt verbunden und viele Augen sehen zu, wenn jemand an der Kasse einen größeren Bargeldbetrag entgegen nimmt. Auch die Kundennähe der Volksbank lässt sich unter diesen Umständen nicht als optimal bezeichnen. Insbesondere die Ältesten in unserer Gesellschaft, die nicht motorisiert sind, sind wieder einmal die Dummen und leiden sehr unter der Entscheidung der Volksbank.
„Wir haben versucht, mit der Volksbank ins Gespräch zu kommen und sie gebeten, ihre Entscheidungen zu überdenken. Dieses Gespräch hat auch in sehr zugewandter und freundschaftlicher Atmosphäre stattgefunden. Geändert hat die Volksbank ihre Entscheidung jedoch nicht.“
„Wenn wir nicht langsam lernen, auch die Schwachen in unserer Gesellschaft in den Focus unserer Entscheidungen zu stellen, sondern ausschließlich die Profitabilität als Entscheidungskriterium heranziehen, wird der soziale Umgang miteinander ein Stück kälter.“ so Heinz-Dieter Adamczak und Bernd Henke.