Einstimmig hat die SPD Stelle Claus Petersen am Freitagabend auf ihrer Jahreshauptversammlung im Dorfkrug als Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026 nominiert. Zugleich wurde er zum Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl aufgestellt.

Petersen ist seit 2011 Ratsmitglied der Gemeinde Stelle und seit fast fünf Jahren stellvertretender Bürgermeister. Sein Weg in die Kommunalpolitik begann aus einem konkreten Anlass: Als die Grundschule in Fliegenberg – kurz vor der Einschulung seiner Tochter – vor der Schließung stand, entschied er sich, Verantwortung zu übernehmen.

„Ich habe damals gemerkt: Wenn man will, dass Dinge bleiben, muss man sich einmischen“, sagte Petersen in seiner Nominierungsrede. „Gute Politik beginnt mit Zuhören. Und sie zeigt sich im Umsetzen.“ Der 61-Jährige bringt einen Lebensweg mit, der ihn bis heute prägt: Nach dem Hauptschulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Mechaniker, holte Schulabschlüsse nach, machte das Abitur am Abendgymnasium und studierte Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Es folgte ein berufsbegleitender Masterabschluss im Sozialmanagement. Heute arbeitet Petersen selbstständig als Berufsbetreuer und engagiert sich ehrenamtlich in Kirche und Gemeinde.

Diese Erfahrungen prägen auch sein Politikverständnis. Petersen steht für eine kommunale Politik, die nah an den Menschen bleibt, Probleme ernst nimmt und pragmatisch löst. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem auf guten Kitas und Schulen, sozialem Zusammenhalt, funktionierender Infrastruktur sowie einer verlässlichen medizinischen Versorgung vor Ort.

„Stelle ist ein guter Ort“, sagte Petersen. „Aber gute Orte bleiben nicht von allein gut. Sie brauchen Menschen, die anpacken – auch wenn es unbequem wird. Dafür stehe ich.“ Zudem wurde der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Bernd Henke im Amt bestätigt. 

Er würdigte die Verdienste des scheidenden Bürgermeisters Robert Isernhagen und dankte ihm für seinen langjährigen Einsatz für die Gemeinde.