Kreistagsabgeordneter und Gemeinderatsmitglieder beklagen zögerliche Umsetzung des Tempo-30-Beschlusses auf Kreisstrassen in Stelle
Der Gemeinderat der Gemeinde Stelle hat am 26.11.2025 dem Lärmaktionsplan für die Gemeinde Stelle und der Weiterleitung des Planes an die Kreisverwaltung beschlossen. Im Lärmaktionsplan wird die Einrichtung von Tempo-30-Zonen u. a. auf der K86 im Steller Gemeindegebiet empfohlen, da die Lärmgrenzwerte an einigen Stellen in Stelle deutlich überschritten werden. Gesundheitliche Schäden für die Anwohner können nicht ausgeschlossen werden, so der Lärmaktionsplan.
Heinz-Dieter Adamczak (SPD), Kreistagsabgeordneter und Gemeinderatsmitglied, hat die Gemeindeverwaltung schriftlich um eine förmliche Auskunft gebeten, ob die Gemeindeverwaltung den Beschluss des Gemeinderates an die Kreisverwaltung weitergeleitet hat, ob es bereits Gespräche mit der Kreisverwaltung über die weiteren Schritte gibt und wie der Stand der Umsetzung dieser Maßnahmen sei.
Als Reaktion auf diese förmliche Anfrage hat die Gemeindeverwaltung in der letzten Bauausschusssitzung den Gemeinderat über den Stand der Umsetzung des Lärmaktionsplanes informiert. Der Beschluss des Gemeinderates sei umgehend an die Kreisverwaltung weitergeleitet worden, so die Gemeindeverwaltung. Als Antwort habe die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass es zur Umsetzung der Tempo-30 Maßnahmen noch ein Verfahren zur verkehrsbehördlichen Anordnung, u. a. mit der Anhörung der Polizei, dem Straßenbaulastträger und ggf. weitere Stellen bedürfe.
Welche weiteren Stellen ggf. noch eingeschaltet werden müssen, sagte die Kreisverwaltung nicht. Und eine Terminierung bestehe derzeit auch noch nicht. Kommentar von Heinz-Dieter Adamczak „Das wird dauern!“ Umso unverständlicher ist für ihn, dass innerhalb von zwei Monaten noch kein einzelner Schritt getan wurde, um die für die betroffenen Anwohner so wichtigen Maßnahme anzugehen. Nicht nur die Ratsherren Claus Petersen und Hans-Georg Meyn von der SPD zeigten sich auf der letzten Sitzung des Bauausschusses sehr verärgert über diese Antwort, sondern die Verärgerung war bei allen Parteien sehr groß.
„Nach dem die Auskunft der Gemeindeverwaltung völlig unbefriedigend war, die Kreisverwaltung auch noch nicht tätig wurde, habe ich nun eine entsprechende förmliche Anfrage nach § 17 der Geschäftsordnung an die Kreisverwaltung gestellt, wie sie sich die Terminierung vorstellt.“ berichtet Heinz-Dieter Adamczak. „Eine Antwort der Kreisverwaltung steht noch aus. Kreis und Kommune scheinen es nicht besonders eilig zu haben, den Lärmaktionsplan umzusetzen. Aber wir als SPD-Gemeinderatsfraktion werden nicht klein beigeben und einfach nur abwarten.“ so Heinz-Dieter Adamczak.