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Bernd Henke Foto: SPD-Stelle
Bernd Henke Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat und nachgerückt in den Kreistag

6. März 2017: Argumente für eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft

Ein Redebeitrag des Fraktionsvorsitzenden Bernd Henke auf der letzten Gemeinderatssitzung vom 01.03.2017 zum Thema kommunale Wohnungsbaugesellschaft:

Argumente:

  1. Unstrittig ist, dass der Bedarf für bezahlbaren Wohnraum vorhanden ist. Nach Erhebungen der N-Bank, der niedersächsischen Förderbank, fehlen bis 2020 im Landkreis Harburg ca. 3.018 Wohnungen; von diesen sollen 1.000 durch die kommunale Wohnungsbaugesellschaft bereit gestellt werden.
  2. Wohnen zu bezahlbaren Mieten ist eine der großen sozialen Herausforderungen. Dies insbesondere in der Nähe der großen Ballungszentren, wie in der Metropolregion gegeben.
  3. Dringend notwendig sind bezahlbare Wohnungen für Fachkräfte, Studenten, Berufseinsteiger sowie Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen.
  4. Was wäre die Alternative? Zuschüsse zur Erreichung von Sozialmieten verpuffen nach Erreichen der Bindungsdauer. Durch die kommunale Wohnungs-baugesellschaft haben wir die einmalige Chance, dauerhaft für bezahlbaren Wohnraum in Stelle zu sorgen.
  5. In der Wohnungsbaugesellschaft wird Vermögen gebildet, und die Gemeinde Stelle hat ihren Anteil daran.
  6. Die Wohnungsbaugesellschaft ist für Stelle eine Möglichkeit, die sich so schnell nicht wiederholt. Durch die Beteiligung in Höhe von EUR 1,17 Mio.
    Dies bedeutet ca. EUR 23.000 für eine Wohneinheit, können 50 Wohneinheiten in Stelle errichtet werden. Dies ist u.a. nur deshalb möglich, weil der Landkreis sich mit 37,8 % und die Sparkasse Harburg-Buxtehude sich mit 10 % an der Gesellschaft beteiligt.
    Würden wir als kleine Gemeinde Stelle dies in eigener Verantwortung machen wollen, müssten wir in eigener Regie EUR 7,5 Mio. (50 x 60 qm x 2.500 EUR pro qm) investieren. Dies bedeutet EUR 150.000 pro Wohnung.
  7. Zu beachten ist ferner, dass die Erstellungskosten bei der Variante Wohnungsbaugesellschaft deshalb relativ niedrig sind, da allein aufgrund der 1.000 kreisweit zu bauenden Wohnungen typisiert, modular und innovativ gebaut werden kann.
  8. Auch entstehen Synergieeffekte nicht nur beim Bau, sondern auch bei der Unterhaltung und Verwaltung. Auch hier sollen örtlichen Handwerksunternehmen eingebunden werden.
  9. Keiner muss Befürchtungen haben, dass riesige Wohnblocks á la Kirchdorf-Süd entstehen. Es ist geplant Gebäude mit 6, 8 oder 10 Wohnungen zu erstellen.

Ich bitte Sie daher eindringlich darum, Ihre Zustimmung zur Teilnahme an der Wohnungsbaugesellschaft zu geben!

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