Faktensammlung zur ALDI-Ansiedlung

 

Bernd Henke und Heinz-Dieter Adamczak

2 Kommentare
 

Die SPD-Stelle will in die zum Teil sehr emotionale Diskussion um das ALDI-Lager mehr Sachlichkeit bringen. Deshalb hat sie eine umfangreiche Dokumentation in tabellarischer Form erstellt, in der sie die diversen Aussagen der Kritiker einer Zentrallageransiedlung einem Faktencheck unterzieht.
Wie Bernd Henke und Heinz-Dieter Adamczak als Autoren betonen, sei diese Dokumentation in Form und Umfang einzigartig.

 
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Fakten zur ALDI Ansiedlung Update 1 vom 14.12.18 PDF 232 KB

Zur Internet Seite von ALDI Nord Stelle geht es unter dem folgenden Link:

 
    Kommunalpolitik
 

 

2 Kommentare zu Faktensammlung zur ALDI-Ansiedlung

1

Anja Wahlfels

am um 14:27 Uhr

 

Sehr geehrte Herren Henke und Adamczak,

Ihre Faktensammlung zeigt, dass Ihnen scheinbar jedes Argument und jede Hochrechnung lieb ist, um ein weiteres Zentrallager in der Gemeinde Stelle zu rechtfertigen, obwohl Sie selbst in Ihrer Faktensammlung eingestehen, den Stelle verbleibenden Steuereinnahmen Anteil (durch eine ALDI-Ansiedlung) und damit den „Gewinn“ bzw. „Nutzen“ für die Gemeinde Stelle, nicht sicher belegen zu können.

Ihre Faktensammlung zur ALDI-Ansiedlung lässt noch viele Fragen offen und scheint mir nicht alle Abwägungsargumente mit der gleichen Sachlichkeit zu beleuchten, die Sie von den Kritikern des Zentrallagers einfordern.

1. Verkehr

Wie soll der bereits jetzt überlastete Verkehrsknotenpunkt Maschen künftig entschärft werden? Hierzu hatte bereits die SPD-Bundestagsabgeordnete Frau Stadler in der Bürgersprechstunde vom 15.11.2018 im Steller Dorfkrug angedeutet, dass in den nächsten fünf Jahren keine Lösung zu erwarten sei.

2. Wirtschaftlicher Nutzen/Risiken – Flächenversiegelung – Gebäudeoptik -
Denkmalschutz

Weshalb wird ein kleinteiliges Gewerbe von Ihnen schlecht geredet, wenn mit dessen Ansiedlung das denkmalgeschützte Hügelgrab erhalten werden könnte, damit die Flächenversiegelung reduziert und zudem die Optik des Ortes weniger in Mitleidenschaft gezogen würde?

3. Beschäftigung – Flächenwirtschaftlichkeit

Wieso wird den 280 Arbeitsplätzen von ALDI mehr Beachtung geschenkt, als den 373 Arbeitsplätzen aus 2015 (vermittelt durch die WLH)?

Auch im Hinblick auf den Grundsatz der Flächenwirtschaftlichkeit sind 373 Arbeitsplätze, bei einer Flächenausnutzung von 43% (der ansiedlungswilligen Unternehmen in 2015) auf der Gewerbefläche doch viel eher ein Argument für die Ansiedlung kleinerer Gewerbe, als für die ALDI-Ansiedlung mit nur 280 Arbeitsplätzen, bei einer Flächenausnutzung von 100% der Fläche.

4. Gewerbesteueraufkommen - Risiken

Weshalb sind Sie der Ansicht, dass die Risikostreuung durch die Ansiedlung mehrerer kleiner Gewerbe ein größeres Risiko für die Gemeinde ist, als ein vermeintlich großer Gewerbesteuerzahler wie ALDI, der ggf. irgendwann ad hoc weg fällt, weil dieser sein Gewerbe nicht mehr vor Ort erweitern kann, das Gewerbe nicht mehr zeitgemäß oder nach einigen Jahren vollständig abgeschrieben ist und der Betrieb infolgedessen abwandert? Dann stünden nicht nur ein oder zwei Gewerbeflächen frei, sondern ein riesiges Areal läge brach und müsste neu vermittelt und ggf. neu aufgeteilt und erschlossen werden.

5. Faktensammlung kann Zweifel nicht ausräumen

Rechtfertigen Ihre Argumente tatsächlich eine Entscheidung für die ALDI-Ansiedlung, sind sie wirklich sachlicher, weil sie in Tabellenform dargestellt sind und sind Sie wirklich der Meinung, dass hierdurch die berechtigten Zweifel zu den Fragestellungen in den oben genannten Bereichen Wirtschaftlicher Nutzen/Risiken, LKW-Verkehr, Flächenversiegelung, Gebäudeoptik, Denkmalschutz, Beschäftigung und Gewerbesteueraufkommen ausgeräumt werden konnten?

In der Hoffnung Sie gehen beim Thema ALDI nicht nur den bequemsten Weg für die Verwaltung, sondern auch den, den Sie guten Gewissens den Steller Bürgerinnen und Bürgern gegenüber vertreten können, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Anja Wahlfels

2

Hans Wille

am um 23:06 Uhr

 

Sehr geehrte Herren Henke und Adamczak

Vielen dank für Ihre aufschlussreiche Stellungnahme. endlich hat man mal einen Überblick über die vielen Behauptungen der BI erhalten bei dem man im einzelnen nicht Wuste ob sie auf einen Irrtum beruhten oder Absicht waren. Bei Ihrer Gegenüberstellung wurde es jetzt sehr deutlich wie der BI jedes Argument recht ist wenn es darum geht die Ansiedlung zu verhindern.

In der Hoffnung Sie lassen sich nicht beirren beim Thema Aldi Ansiedlung verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Hans Wille


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