Antrag der SPD Gemeinderatsfraktion zur proaktiven Steuerung des LKW-Verkehrs des geplanten Logistiklagers ALDI

 

Bernd Henke und Heinz-Dieter Adamczak

 

Wir halten die Aussagen von ALDI zur Verkehrsbelastung durch das neue ALDI-Lager noch nicht für ausreichend, um auf dieser Basis dem Logistikzentrum zustimmen zu können.
Deshalb stellt die SPD einen Antrag für den Ortsentwicklungsausschuss, ALDI zur Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes für eine proaktive Steuerung des LKW-Verkehrs aufzufordern.

 

Außerdem soll der Ortsentwicklungsausschuss seine Zustimmung zum Bau des Logistiklagers nur geben, wenn ALDI seinerseits verbindlich erklärt, dass dieses Verkehrskonzept Bestandteil des noch abzuschließenden Durchführungsvertrages zwischen der Gemeinde und ALDI sein wird.

„Wir besuchen die Versammlungen der ALDI-Gegner und der Gemeindeverwaltung und hören sehr genau zu, welche Aussagen hier und dort getroffen werden und welche Bedenken gegen eine ALDI-Ansiedlung bestehen. Wir lesen die Gutachten kritisch und machen uns ein eigenes Bild, fern von Horrorszenarien mancher Populisten. Und wir sprechen mit den Bürgerinnen und Bürgern, was sie so denken“ so Ratsherr Heinz-Dieter Adamczak, der den Antrag im Namen der SPD-Fraktion formuliert hat.

Dabei ist der SPD aufgefallen, dass ALDI noch zu wenig nachdenkt, um proaktiv den LKW-Verkehr von der Durchfahrt durch den Ort abzuhalten. Gleichzeitig ist das jedoch für die Bürgerinnen und Bürger ein sehr wichtiger Punkt, der geklärt werden muss. Auslöser für den jetzigen Antrag war letztlich die Informationsveranstaltung der Gemeindeverwaltung am 27.09.2018 mit Vertretern von ALDI. Dort erklärte ein ALDI-Vertreter auf die Frage, wie ALDI denn verhindern will, dass die LKW durch den Ort fahren: „die Anfahrt über Maschen ist der kürzeste Weg“.

Wie Bernd Henke als SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Stelle erklärte, kann es nicht der richtige Weg sein, den LKW-Fahrern zu vertrauen, dass sie über Maschen anfahren, weil das der „kürzeste Weg“ ist.

Der ALDI-GmbH bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die LKW-Verkehre proaktiv zu steuern. So könnte ALDI z. B. Die Geschäftsleitungen der Lieferanten und LKW-Unternehmer mit dem Hinweis anschreiben, dass die Zufahrt zum neuen ALDI-Zentrallager in Stelle verbindlich über die Anschlussstelle Maschen zu erfolgen hat (und nicht durch den Ortskern Stelle).

Eine weitere Möglichkeit ist die Unterweisung der Fremd-LKW-Fahrer hinsichtlich der Nutzung der Anschlussstelle Maschen für die Zufahrt zum Zentrallager Stelle (z.B.  im Zusammenhang mit mehrsprachigen Hinweisen für das Verhalten bzw die Prozessabläufe auf dem neuen ALDI-Betriebsgelände).

Die Aufstellung eines großflächigen Hinweisschildes an der Ausfahrt des ALDI-Betriebsgeländes mit der Darstellung der Verkehrsführung zur Anschlussstelle Maschen ist eine weitere Möglichkeit, den Verkehrsfluss aktiv zu lenken.

Letztlich könnte ALDI eine Kontaktstelle einrichten und bekannt machen für Hinweise zu Verkehrsproblemen aller Art in Zusammenhang mit ALDI-Transporten.

„Wir haben in unseren Reihen mit Peter Schulze-Römer einen ausgewiesenen Logistik-Experten, der dafür sorgt, dass wir nichts verlangen, was nicht bereits in der Praxis funktioniert und andernorts bereits umgesetzt wurde.“ so Bernd Henke.

Die SPD tritt aber auch Meldungen aus Flugblättern entgegen, in denen der Eindruck erweckt wird, dass zukünftig 700 LKW durch Stelle rasen werden. „Das ist blanker Unsinn, fern jeder Realität und nur dazu gedacht, den Bürgerinnen und Bürgern Angst zu machen“ so die SPD-Politiker.

 
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